Über mich

Ich begleite Eltern, Paare und Einzelpersonen dabei, wieder in Verbindung zu kommen – mit sich selbst, mit ihren Kindern und miteinander. Was mich dabei antreibt, ist die Überzeugung, dass echte Beziehung nur entstehen kann, wenn wir uns selbst kennen, spüren und ernst nehmen.

Das war nicht immer selbstverständlich. Wie viele Eltern habe auch ich erlebt, wie schnell wir zwischen Ansprüchen, Erwartungen und eigenen Prägungen den Kontakt zu uns selbst verlieren.

Warum fällt uns Beziehung oft so schwer, obwohl wir es doch „gut machen“ wollen? Die meisten Muster, die uns im Alltag steuern, liegen im Verborgenen. Sie entstehen aus unseren eigenen Erfahrungen, aus dem, was wir gelernt haben. Und sie wirken unbemerkt weiter.

Seit 2016 arbeite ich als Dozentin in Seminaren, Vorträgen und Workshops und begleite Einzelpersonen, Paare und Familien auf ihrem Weg hin zu einer gleichwürdigen Beziehungsgestaltung.

Dabei verbinde ich persönliche Erfahrung mit fachlicher Tiefe und einem klaren Blick auf gesellschaftliche Prägungen – wie Rollenbilder, Erwartungen und die oft unsichtbare emotionale Arbeit in Familien. Meine Haltung ist geprägt von Trauma- und Diskriminierungssensibilität sowie einem fundierten Verständnis für Neurodiversität. Die methodische Grundlage meiner Arbeit bildet das Veto-Prinzip von Maike Plath.

Als ausgebildete Paar- und Familientherapeutin nach Jesper Juul (ddif) begleite ich Menschen mit einem wertschätzenden, authentischen und beziehungsorientierten Ansatz. Zudem habe ich die Online Basisfortbildung „SEI® – Frühe Verletzungen und Entwicklungstrauma erkennen und heilen“ von Dami Charf abgeschlossen.

Zeigt ein Buch-Mockup. Auf dem Cover ist der Titel "100 PROZENT" in großen, schwarzen Buchstaben zu sehen, gefolgt von dem Untertitel "Veto-Prinzip für eine neue Pädagogik". Darunter steht der Name der Autorin: Stefanie Lopez. Das Design des Covers zeigt Wimmelbild-Illustration mit den Comic-Gesichtern und den leuchtend pinkfarbenen Akzenten auf.

Auch meine eigene Lebensrealität fließt in meine Arbeit mit ein:
Ich bin geschieden und lebe im Wechselmodell mit dem Vater meiner zwei Kinder. Diese Erfahrungen prägen meinen Blick auf moderne Familienkonstellationen und Beziehungsdynamiken – mit all ihren Herausforderungen und Möglichkeiten.

Ich bin Gründerin und leite seit 2008 den Verein ACT e.V. und seit 2023 das Veto Institut. Dort geben wir das Veto-Prinzip an Kinder, Jugendliche und Erwachsene weiter. In meiner Arbeit geht es darum, sich selbst besser zu verstehen, eigene Bedürfnisse ernst zu nehmen und Verantwortung für die Qualität von Beziehungen zu übernehmen.

Mit meinem Buch „Das Veto-Prinzip in der Familie – Wie wir alte Erziehungsmuster loslassen und zu mehr Verbundenheit finden“ mache ich diese Arbeit auch über Workshops hinaus zugänglich – für Eltern, die tiefer einsteigen möchten.

Ich begleite euch dabei, euren eigenen Weg zu finden – jenseits von starren Konzepten und hin zu einem lebendigen Miteinander.

Mein Ansatz

Die methodische Grundlage meiner Arbeit bildet das Veto-Prinzip von Maike Plath. Es wirkt spielerisch und ganzheitlich – über Verstand, Körper und Emotion – und ist für mich ein besonders wirksamer Ansatz, um gleichwürdige Beziehungen im Alltag umzusetzen.

Das „Mischpult“ ist hierbei ein zentrales Bild und gleichzeitig die konzeptionelle Beschreibung des Materials.

Das Mischpult in Kartenform

Wissen zu verschiedenen Themen wird auf einzelnen Karten sichtbar gemacht und wie an einem Buffet offen angeboten. So ist es zugänglich und alle wählen selbst aus, womit sie sich gerade näher beschäftigen möchten. Die Karten können flexibel in eigenem Tempo kombiniert werden. So entstehen ein gemeinsames Verständnis und ein wachsender Wissens-Pool.

Arbeiten mit dem inneren Mischpult

Jeder Mensch ist wie ein Mischpult mit verschiedenen „Kanälen“ und trägt verschiedene Möglichkeiten in sich, zu fühlen, zu reagieren und zu handeln. Durch Erfahrungen von Anerkennung und Abwertung lernen wir, manche dieser „Regler“ stärker zu nutzen als andere. So entstehen vertraute Muster, die im Alltag schnell automatisch werden.

In meinen Workshops und Beratungen geht es darum, dieses Mischpult besser kennenzulernen. Ihr lernt, eure Reaktionen bewusster wahrzunehmen und Schritt für Schritt mehr Handlungsspielraum zu entwickeln. Ziel ist es, euch dabei zu unterstützen, eure eigenen Möglichkeiten besser zu erkennen und immer selbstständiger zu nutzen. Um eure Fähigkeiten gezielt einzusetzen und gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten.

Dabei nutze ich auch Mischpultkarten und Skalen. Sie dienen als Anker und machen innere Prozesse greifbarer.

Die vier Statustypen

Ein weiterer Bestandteil meiner Arbeit sind die vier Statustypen aus dem Veto-Prinzip. Sie beschreiben innere und äußere Haltungen, die wir in Beziehungen einnehmen können.

Eine minimalistische Grafik eines Erdmännchens, das auf seinen Hinterbeinen steht und aufmerksam nach oben blickt. Die Illustration besteht aus klaren, schwarzen Linien auf weißem Grund.

Das Erdmännchen

steht für Tiefstatus: harmonieorientiert, angepasst und oft weit entfernt von den eigenen Grenzen.

Eine einfache Grafik einer Schildkröte von der Seite gesehen. Der Panzer und die kleinen Beine sind mit wenigen, präzisen Strichen dargestellt.

Die Schildkröte

steht für den Hochstatus der Liebe: innerlich stabil, klar in den eigenen Werten und offen für die Perspektive anderer.

In jedem Menschen stecken alle vier Haltungen. Entscheidend ist, wahrzunehmen, wo ihr gerade steht, euch zu reflektieren und den inneren Hochstatus zu üben. Um Schritt für Schritt die Haltung der Schildkröte in euch zu stärken und in wirkliche Verbindung mit anderen Menschen zu treten.

Gleichwürdigkeit im Alltag

Die Schildkröte steht für eine Haltung, die in meiner Arbeit zentral ist: klar, verbindend und gleichwürdig.

Aus dieser Haltung heraus könnt ihr eure eigenen Bedürfnisse ernst nehmen und zugleich in Kontakt mit eurem Gegenüber bleiben. Besonders in der Elternrolle braucht es diese Verbindung aus Führung und Beziehung.

Das ist ein Prozess, der mit Selbstwahrnehmung beginnt – und mit der Frage: Was will ich in dieser Situation wirklich erreichen?

Wenn ihr eure Muster besser versteht, entsteht mehr Freiheit im Handeln. Konflikte können konstruktiver verlaufen, Kommunikation wird klarer und Verbindung wird bewusster möglich.